"Dank unseres Ausbaus der Photovoltaik und Stromspeicher bei unseren öffentlichen Anlagen sparen wir ährlich rund 250.000 Euro! Das ist ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann", freut sich Bürgermeisterin Susanna Kittinger.
Mit einem konsequenten Ausbau von Photovoltaik, Stromspeichern und Energiegemeinschaften hat die Marktgemeinde St. Andrä-Wördern ihre Energieversorgung in den vergangenen Jahren grundlegend weiterentwickelt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Der Netzstrombezug wurde deutlich reduziert und die jährlichen Energiekosten konnten um rund 200.000 Euro gesenkt werden. Zusammen mit den Erlösen aus dem Stromverkauf ergibt sich eine finanzielle Verbesserung von rund 250.000 Euro pro Jahr.
Bereits im Jahr 2020 hat die Marktgemeinde St. Andrä-Wördern begonnen, ihre kommunale Energieversorgung Schritt für Schritt auf erneuerbare Energien auszurichten. Hintergrund waren neben dem Ziel, den Anteil selbst erzeugter Energie zu erhöhen, auch die steigenden und zunehmend schwer kalkulierbaren Energiepreise.
Seither wurden auf kommunalen Gebäuden und Anlagen insgesamt 30 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 1.276 kWp errichtet. Ergänzt wird die Stromerzeugung durch 20 Stromspeicher mit einer Gesamtkapazität von 693 kWh.
Die Anlagen sind über das gesamte Gemeindegebiet verteilt. Bei zahlreichen Anlagen wurde bewusst eine Ost-West-Ausrichtung gewählt. Dadurch kann die Stromproduktion besser über den gesamten Tagesverlauf verteilt und der erzeugte Strom möglichst direkt vor Ort genutzt werden.
Seit 2025 sind außerdem sämtliche kommunalen Gebäude, Anlagen und E-Ladestellen in zwei kommunalen Energiegemeinschaften miteinander vernetzt. Überschüssiger Strom kann dadurch innerhalb der Gemeinde weitergegeben und dort genutzt werden, wo er gerade benötigt wird.
Parallel zur Energiewende bei den Gebäuden setzt die Gemeinde auch im Bereich Mobilität auf erneuerbare Energie. Insgesamt betreibt St. Andrä-Wördern derzeit neun öffentliche Ladepunkte. Vier davon werden ausschließlich mit Strom aus den gemeindeeigenen Photovoltaikanlagen und Speichern versorgt.
Auch der kommunale Fuhrpark wird laufend elektrifiziert und umfasst mittlerweile sechs Elektrofahrzeuge.
Die Maßnahmen zeigen deutliche Wirkung: Der jährliche Stromverbrauch der kommunalen Gebäude und Anlagen liegt bei rund 1.500 MWh. Durch die Eigenproduktion und die Nutzung innerhalb der Energiegemeinschaften konnte der Netzstrombezug auf rund 650 MWh reduziert werden.
Damit deckt die Gemeinde heute mehr als die Hälfte ihres Strombedarfs selbst bzw. innerhalb der kommunalen Energiegemeinschaften. Rund 20 Prozent des Strombedarfs werden dabei über den Austausch innerhalb der Energiegemeinschaften abgedeckt.
Die jährlichen Energiekosten konnten dadurch von ursprünglich rund 350.000 Euro auf etwa 150.000 Euro reduziert werden. Zusätzlich erzielte die Gemeinde im Jahr 2025 rund 50.000 Euro aus dem Verkauf überschüssigen Stroms.
Insgesamt bedeutet das eine finanzielle Verbesserung von rund 250.000 Euro pro Jahr.
In den Ausbau der erneuerbaren Energieversorgung wurden insgesamt rund 2,2 Millionen Euro investiert. Davon konnten 804.000 Euro durch Förderungen finanziert werden. Der Nettoinvestitionsaufwand der Marktgemeinde beträgt damit rund 1,4 Millionen Euro.
Bei einer angenommenen Lebensdauer der Anlagen von 25 Jahren ergibt sich über diesen Zeitraum eine Einsparung von rund 6,25 Millionen Euro – ohne Berücksichtigung von Inflation und möglichen weiteren Kostensteigerungen.
Die Investition amortisiert sich damit bereits nach rund 5,6 Jahren.
Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energieversorgung leistet St. Andrä-Wördern damit nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, sondern stärkt gleichzeitig die langfristige finanzielle und energetische Unabhängigkeit der Gemeinde.
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