Bürgermeisterin Susanna Kittinger hatte am 16. April abends zu einer Information über die Anpassung von Flächenwidmung und Bebauungsplan an den Katasterplan im Bereich der Badesiedlung eingeladen.
Experten präsentierten die Details zu Beginn um 19 Uhr. Eigentlich sollte dieser Abend Klarheit bringen. Leider war die Stimmung im Musikschulsaal so aufgeheizt, dass die vorbereiteten Erklärungen und Fakten nicht gehört werden wollten: Thema ist und bleibt die Widmung der Flächen. In keinster Weise geht es um Straßenbaupläne, wie immer wieder fälschlich behauptet wird.
Die Bewohner der Badesiedlung haben Angst, dass einerseits breite Straßen entstehen und andererseits die gepachteten Flächen nach der Umwidmung in Verkehrsfläche nicht wie gewohnt weiterverwendet werden dürfen. Allerdings: Das ist weder gewollt noch aus aktueller Sicht notwendig. Nur 38 Prozent der Grundstücke sind betroffen.
Die Gemeinde bietet den Pächtern an, die Flächen zukünftig lt. § 18 NÖ Straßenverkehrsgesetz zu nutzen. Die baurechtlichen Konsequenzen bleiben zur jetzigen Situation unverändert. Leider wurde dieser Vorschlag nicht als Lösung verstanden.
„Als Gemeindevertreter sind wir verpflichtet, zukunftsorientiert zu handeln. Die Gemeindeflächen sollen in Verkehrsfläche gewidmet werden und damit langfristig für vielleicht einmal notwendige Umsetzungen wie z.B. Gehwege, Radwege, Beleuchtung od. Straßen verfügbar bleiben. Auf den jetzt zur Diskussion stehenden Pachtflächen soll für die Zukunft weder eine nachträgliche Baubewilligung noch ein Verkauf möglich sein,“ betont Bürgermeisterin Kittinger.
Das Ziel der Gemeinde ist es, Rechtssicherheit für alle Käufer, Verkäufer, Pächter und Pachtnachfolger aber auch für die Gemeinde selbst zu schaffen. Die gültigen Grundstücksgrenzen sollen auch digital korrekt ersichtlich sein, was derzeit aufgrund des Naturstandes meistens nicht möglich ist. Die Widmung als Verkehrsfläche sichert der Gemeinde ihren eigenen Grund für die Zukunft.
Bürgermeisterin Kittinger schloß die Veranstaltung um 21:30 Uhr.