In seiner Neujahrsrede 2026 legt Bundeskanzler Christian Stocker seine Schwerpunkte fest. Dazu gehören die Stärkung Europas, Schutz unserer Sicherheit, Social Media-Verbot für unter 14-Jährige, Bürokratieabbau, Reform des Gesundheitswesens.
Die Welt ordnet sich gerade neu. Es geschieht vor unseren Augen und wir sind mittendrin. Wenn wir bei diesen Veränderungen zu den Gewinnern zählen wollen, dürfen wir vor der Wahrheit die Augen nicht verschließen. Ich bin in die Politik gegangen, damit unsere Kinder und Enkelkinder in einem Land aufwachsen, das besser ist als heute. Dafür braucht es Mut, Fleiß und Taten - in Europa und Österreich.

Wahr ist: Wir brauchen neue europäische Entscheidungskraft. Europa muss stärker werden. Wir müssen Gesprächskanäle finden, um den Krieg in der Ukraine zu beenden. Wenn wir im Binnenmarkt einheitliche Standards entwickeln, wächst die europäische Wirtschaft um über 1.000 Mrd. Euro. Europa muss Investitionen in Innovationen erleichtern, statt europäische Ideen in Amerika zu Geld werden zu lassen. Dazu müssen wir Systeme ändern und deshalb will ich, dass auch Mitgliedsstaaten Gesetzesvorschläge einbringen können - nicht mehr nur die EU-Kommission.

Wahr ist: Neutralität verpflichtet uns, unsere Sicherheit zu schützen. Neutralität braucht umfassende Landesverteidigung – militärisch, geistig und zivil. Dazu gehören ein modernes Bundesheer, Cyberabwehr, Schutz kritischer Infrastruktur und der Kampf gegen Desinformation. Eine Klarnamenpflicht und ein Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige sind notwendig, um unsere Jugend zu schützen. Die Bevölkerung soll per Volksbefragung bestimmen, wie wir den Grundwehrdienst weiterentwickeln.


Wahr ist: Wer arbeitet, ist zu oft der Dumme - das müssen wir ändern. Bei vielen Unternehmen steht das Risiko oft mit dem Ertrag nicht mehr im Einklang und wer arbeitet, profitiert oft zu wenig. Wir müssen Bürokratie und Berichtspflichten abbauen, Investitionen in Österreich stärken und auch den Handel mit Ländern wie China und Indien ausbauen. Menschen, die ein Leben lang arbeiten und dies an die nächste Generation weitergeben wollen, dürfen nicht bestraft werden. Mit mir wird es keine Vermögens- oder Erbschaftssteuer geben.

Wahr ist: Österreich ist nicht mehr die Insel der Seligen. Aufgrund der demografischen Entwicklung brauchen wir Zuwanderer, die ihren Beitrag in der Gesellschaft leisten wollen. Aber: Wer unsere Werte und Rechtsordnung in Frage stellt, hat hier keinen Platz. Anspruch und Realität passen auch im Gesundheitssystem nicht zusammen. Eine Reform ist überfällig. Gastpatienten, die arbeiten und ins System einzahlen, dürfen nicht abgewiesen werden. Umgekehrt steht jenen, die noch nie einbezahlt haben, auch nur eine Basisversorgung zu.

Veränderung und Reformen sind kein Selbstzweck, sondern eine Voraussetzung dafür, dass unser Land wieder nach vorne kommt. Damit Österreich ein Land bleibt, in dem Menschen gerne leben, arbeiten und wieder gerne eine Familie gründen und Kinder bekommen. Dafür arbeite ich. Mit ganzer Kraft.
