4.11.2026: Equal Pay Day in NÖ. Ab diesem Tag arbeiten Frauen - rein rechnerisch - bis zum Jahresende unbezahlt, während die männlichen Kollegen ihr Jahreseinkommen bereits erreicht haben. Das muß ein Ende haben!
“Der Equal Pay Day ist kein symbolisches Datum, sondern eine jährliche Erinnerung daran, dass Frauen für gleiche oder gleichwertige Arbeit noch immer weniger verdienen als Männer. Das betrifft nicht irgendwelche abstrakten Zahlen, sondern das Haushaltsbudget von tausenden Familien in Niederösterreich – und langfristig die Pension jeder einzelnen Frau”, erklärt Landesobfrau LAbg. Silke Dammerer - im Bild oben.
Die Einkommenslücke entsteht nicht allein durch ungleiche Bezahlung für dieselbe Tätigkeit, sondern maßgeblich durch strukturelle Faktoren: den hohen Teilzeitanteil von Frauen aufgrund von Kinderbetreuung und Pflege naher Angehöriger, den Umstieg in schlechter bezahlte Branchen nach der Karenz sowie Unterbrechungen in der Erwerbsbiografie. Genau hier setzt das Zukunftsprogramm “Frauen. Chancen. Visionen.” der Wir Niederösterreicherinnen-ÖVP Frauen an, das unter anderem den Schwerpunkt Frauen und Finanzen umfasst.
“Wir dürfen bei der Einkommensschere nicht nur auf den einzelnen Gehaltszettel schauen, sondern müssen an den Ursachen ansetzen: an ausreichend und flexiblen Kinderbetreuungsplätzen, an einer fairen Aufteilung von Care-Arbeit zwischen den Partnern und an echter Lohntransparenz in den Betrieben. Nur wenn Frauen wirtschaftlich unabhängig sein können, sind sie auch in allen anderen Lebensbereichen wirklich frei zu entscheiden”, so Dammerer abschließend.
Ideal hat dies die neue Obfrau der VP-Frauen Klaudia Tanner für das Bundesheer und ihr Ressort gelöst: Frauen und Männer verdienen gleich viel in gleichen Positionen.
"Das leidige Thema hat mich mein ganzes Angestellenleben begleitet. Entweder ich wurde niedriger eingestuft trotz höherer Qalifikationen oder ich habe mehr Aufgaben bei gleichem Gehalt übertragen bekommen. Das Argument der Personalabteilungen: ich könnte ja schwanger werden, ausfallen und so das Unternehmen belasten", erinnert sich Wir Niederösterreicherinnen StAW Obfrau Gabriela Würth und hofft, dass dies endgültig der Vergangenheit angehört.